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Film: MAMA BEARS
Eröffnungsfilm

Hör auf zu lügen

Do 2. November 2023 • 20:45 Uhr | Tickets (Cineplex Website)

Ein Schriftsteller kehrt heim und erinnert sich an seine erste Liebe – französische Romanverfilmung

Eher widerwillig nimmt Erfolgsautor Stéphane Belcourt die Einladung eines Cognac-Herstellers an, zu dessen 200-jährigem Jubiläum als Redner aufzutreten. So kehrt Belcourt zum ersten Mal seit seiner Jugend in seine Heimatstadt zurück, den Ort, den er vor 35 Jahren hinter sich gelassen hat.

Kurz nach seiner Ankunft stellt er fest, dass Unternehmensvertreter Lucas Andrieu der Sohn seiner ersten großen Liebe Thomas ist. Durch die Begegnung der beiden Männer enthüllen sich immer mehr Geheimnisse um das Leben und die Liebe des prominenten Künstlers. Stéphane erlebt dabei eine Reise in die Vergangenheit, manchmal heiter, manchmal schmerzvoll. Zugleich ist auch Lucas immer für Überraschungen gut.

Für seinen autobiografischen Roman „Arrête avec tes mensonges“ wurde Philippe Besson mehrfach preisgekrönt. Für die Rolle des Lucas konnte Regisseur Olivier Peyon Victor Belmondo, Enkel des Schauspielers Jean-Paul Belmondo, gewinnen.

Reluctant author Stéphane Belcourt accepts a Cognac distillery’s invite to speak at its 200th anniversary. Returning to his hometown after 35 years, he discovers Lucas Andrieu, a company rep, is the son of his first love. Their meeting unravels secrets about the artist’s life and love, taking Stéphane on a sometimes joyful, sometimes painful journey into the past. Director Olivier Peyon cast Victor Belmondo, grandson of Jean-Paul Belmondo, for the role of Lucas, adapting Philippe Besson’s award-winning autobiographical novel „Arrête avec tes mensonges.“

ARRÊTE AVEC TES MENSONGES · Frankreich 2022 · R & Db: Olivier Peyon · K: Martin Rit • Mit: Guillaume de Tonquédec, Victor Belmondo, Guilaine Londez, Jérémy Gillet, Julien De Saint Jean u.a. · ab 12 J. · franz.OmU · 98‘ · Website vom deutschen Verleih (24 Bilder)

Genialer Plot mit sinnvoll eingesetzten Rückblenden, tolle Psychologie der Charaktere, feinsinnig gespielt, überzeugende Dialoge – Highlight!
Schöne Landschaft, schöne Bilder. Ich wünsche allen, dass sie sich – noch zu Lebzeiten – trauen „out“ zu sein. Im Vergleich zu vielen anderen Ländern, ist es in Frankreich und bei uns, ohne Gefahr für Leib und Leben möglich.
Berührend
Sehr schöner elegischer Rückblick auf die Jugendzeit und die verpassten Chancen. Memories: What’s too painful to remembert, we simply choose to forget.
Super Film, tolle Bilder, tolle Geschichte
Wundervoll. Phantastische Filmmusik, tolle Stilmittel ohne pädagogischen Zeigefinger. Ein Mainstream tauglicher Spielfilm.
Sehr guter Film, der wirklich anrührt
Anrührend ohne Kitschig zu sein. Ein toller Film
Großartiger Film, toller Eröffnungsfilm mit guter Handlung und guten DarstellerInnen
Spitzenfilm frz. Qualität, sollte ins Hauptprogramm!
Schöner Startfilm, der mich damit überraschte, dass beide Hauptpersonen mehr über die Vorgeschichte wussten als sie zunächst zugegeben haben. Ich fand es schön zu verfolgen, wie sie sich gegenseitig zu mehr Verständnis verholfen haben und ihre Fragen ein Stück weit geklärt werden konnten. Die Rede zum Schluss ist ein wunderschöner Monolog.
Interessante Aufarbeitung der Vergangenheit, teilweise etwas langatmig. Insgesamt war die Annäherung der beiden Hauptcharaktere spannend zu verfolgen. Die Rede am Ende war sehr bewegend. Toller Einstieg in die Queerstreifen.
sehr einfühlsam erzählt, stellenweise amüsant, gleichzeitig tiefgründig
super toller Film, hoffentlich wird er noch einmal gezeigt

„Mama Bears“ in evangelical churches become passionate activists for their queer children. Sara Cunningham and Kimberley Shappley advocate vehemently, risking loss of family and community. With mutual support, they form local groups and proudly march in Pride parades.

Münster-Premiere

All the Colours of the World Are Between Black and White

Fr 3. November 2023 • 14:30 Uhr | Tickets (Cineplex Website)

Ein sinnlicher Film aus Nigeria über eine
unerwartete Liebe

Bambino hat sich in seinem Single-Leben eingerichtet. Als Lieferfahrer in Lagos hat er ein geregeltes Einkommen. Von der Nachbarschaft wird er geschätzt; er hilft finanziell aus, wo er kann, und ist großzügig bei verspäteten Rückzahlungen. Die Avancen der Nachbarin Ifeyinwa lassen ihn kalt, doch als er dem charismatischen Bawa begegnet, haben die beiden gleich einen Draht zueinander. Für einen Fotowettbewerb fahren sie auf langen Erkundungen durch die Stadt und kommen sich dabei näher.

Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Babatunde Apalowo nimmt den Titel seines Films beim Wort: Durch eine unaufdringliche Farbdramaturgie erzählt er zurückgenommen und zärtlich von der Annäherung zweier Männer in einer Gesellschaft, die gleichgeschlechtliche sexuelle Beziehungen tabuisiert und strafrechtlich verfolgt. Der Film zeigt, wie schwer es für Nicht-Heteros in einer Umgebung mit dünnen Wänden und neugierigen Nachbar*innen ist, eine verbotene Liebe zu leben.

In Lagos, Bambino, a contented single delivery driver, forms an unexpected connection with charismatic Bawa, as they explore the city together for a photo contest. Director Babatunde Apalowo delicately portrays their budding relationship in a society where same-sex relationships are taboo and legally prosecuted. The film, titled literally, subtly depicts the challenges faced by non-heterosexuals in a setting of thin walls and curious neighbors, showcasing the difficulty of living a forbidden love.

Nigeria 2023 · R & Db: Babatunde Apalowo · K: David Wyte • Mit: Tope Tedela, Riyo David, Martha Ehinome Orhiere u.a. · engl./igbo/niger.Pidgin.OmU · 93‘ · 75‘ · Website vom Weltvertrieb

Sehr schleppend und statisch erzählt
Sehr schön umgesetzt, wichtiges Thema
Mutiger, toller Film, der trotz nicht möglicher expliziter Aussagen und Handlungen eine tolle, ruhige Liebesgeschichte erzählt hat. Die Kamera war interessant, indem oft Personen in einer Szene zwar gesprochen und interagiert haben, aber nicht im Bild zu sehen waren.
Ich habe bis zuletzt nicht verstanden, wie die Wohnung aufgebaut war.
Für die Mittel und die Rechtslage im Land ein wirklich guter und mutiger Film. Eine wunderschön sanfte Darstellung von Liebe.
Münster-Premiere – präsentiert von Fachstelle Sexualität und Gesundheit - Aidshilfe MS e.V.

Who I Am Not

Fr 3. November 2023 • 16:30 Uhr | Tickets (Cineplex Website)

Diese Doku gibt der inter* Gemeinschaft
eine Stimme

Sharon Rose Khumalo, eine ehemalige süd-afrikanische Schönheitskönigin, stürzt in eine Identitätskrise, nachdem sie entdeckt hat, dass sie intersexuell ist. Obwohl sie offiziell als eine der schönsten Frauen Südafrikas gilt, hat sie immer noch Schwierigkeiten zu verstehen, wie sie mit männlichen Genitalien geboren werden konnte.

Sie sucht Unterstützung, die sie bei Dimakatso Sebidi, einem Intersex-Aktivisten findet. Mit seinem männlichen Auftreten stellt er sich als ihr komplettes Gegenteil heraus. Über einen Zeitraum von fünf Jahren werden die unterschiedlichen Kämpfe der beiden gezeigt.

Eine emotionale und aufrüttelnde Dokumentation von Intersex-Menschen in Südafrika, die in einer binären Welt leben. Der Film begleitet sie auf ihrem Weg zur Akzeptanz und stellt sich der Frage, was männlich und weiblich eigentlich bedeutet.

»WHO I AM NOT gibt den lange ignorierten und meist schweigenden zwei Prozent der Weltbevölkerung eine Stimme: der intersexuellen Gemeinschaft.« (Rotten Tomatoes).

Der Film erhielt den diesjährigen Queerscope-Debütfilmpreis.

„WHO I AM NOT“ follows former South African beauty queen Sharon Rose Khumalo as she grapples with an identity crisis upon discovering she is intersex. Seeking support, she turns to Dimakatso Sebidi, an intersex activist whose outward masculinity contrasts sharply with hers. Over five years, the documentary portrays their distinct struggles in a binary world, exploring the meaning of masculinity and femininity. An emotional and poignant depiction of the intersex community in South Africa, the film accompanies them on their journey toward acceptance, challenging societal norms and questioning what it truly means to be male or female.

 

Rumänien/Kanada/D/Südafrika/USA 2023 · R & Db: Tünde Skovrán · engl./sotho.OmU · 105′ · Website vom Weltvertieb

Einfach ein super Einblick in gleichzeitig Kultur und Erfahrungen von Intersex Personen, super schon authentische queere Beziehungen on screen zu sehen, sehr emotional und teilweise auch hart sich anzuschauen bei zB Szenen wo über Suizid gesprochen wird
teilweise echt hart sich anzuschauen, wenn zB über Suizid gesprochen wird (aber gleichzeitig auch realistisch)
Mal wieder ein guter Dokumentarfilm, dem ich die leichten Längen verzeihen kann
Sehr berührend!
Intensiv, berührend, bereichernd
Starke Doku
Insgesamt sehr gelungen!
Insgesamt gelungen.
Tolle Geschichten, zu langatmig
Spannende und wichtig zu erzählende Perspektiven zu den Kämpfen von intersex Personen in Südafrika, die auch die Auswirkungen von unterschiedlichem sozialen Stand und unterschiedlichen Bildungsvoraussetzungen zeigte. Mir fehlte die Historie, wie sich Shanon und Dimakatso kennengelernt haben. Mir ist nicht klar geworden, inwieweit beide aktivistisch tätig sind und wie sich das auf ihre Leben auswirkt.
Interessante Darstellung der Personen und ihr Kampf um Anerkennung und Selbstbestimmung. Es fehlte die Einordnung woher sich die Personen kannten.
Münster-Premiere

Breaking the Ice

Fr. 3. November 2023 • 18:45 Uhr | Tickets (Cineplex Website)

Coming-out auf der Eisbahn

Als Kapitänin eines Eishockey-Teams behält Mira stets die Kontrolle. Beim Spiel kann sie die Sorgen um ihren dementen Großvater und das Weingut der Familie vergessen. Doch Theresa, die Neue im Team, bringt sie mit ihrer unbekümmerten Offenheit total aus der Fassung. Als dann ihr verschwundener Bruder Paul auftaucht, versackt Mira immer öfter mit den beiden im Wiener Nachtleben. Die bisher so beherrschte Sportlerin entdeckt nun die Freiheit, Regeln zu brechen und sich selbst neu zu erfinden …

Die Regisseurin Clara Stern erzählt von einer jungen Frau, die sich traut, anderen zu vertrauen – und so erwachsen wird. Ihr Debütfilm kombiniert eine Coming-of-Age-Story im Sportmilieu mit einer lesbischen Liebesgeschichte in der österreichischen Provinz. Beim Filmfestival Max Ophüls Preis gab’s dafür gleich drei Auszeichnungen. Und auch die Presse war angetan: »Stern gelingt es, den Sport nicht nur stilvoll und elegant in Szene zu setzen, sie schafft auch ein Plädoyer für dessen emanzipatorische Kraft.« (Kleine Zeitung, Wien)

In the hockey world, captain Mira finds solace from family worries. New teammate Theresa disrupts her composure, leading to wild nights in Vienna when Mira’s missing brother, Paul, returns. Director Clara Stern’s debut film blends sports‘ coming-of-age with a lesbian love story, earning three awards at the Max Ophüls Prize Film Festival for its elegant portrayal and advocacy of sports‘ emancipatory power.

Österreich 2022 · R & Db: Clara Stern · K: Johannes Hoss • M: Benedikt Palier • Mit: Alina Schaller, Judith Altenberger, Wolfgang Böck, Pia Hierzegger, Tobias Resch u.a. · ab 12 J. · dt./engl.OmU · 102‘ · Website vom deutschen Verleih Salzgeber

Vorhersehbare Story, Psychologie RTL-reif, zu breit ausgewalzt, die Szenen auf dem Eis waren noch die besten
Ein Film über zwei junge Lesben, bei dem es mal -nicht- um ein schwieriges Coming Out geht. ????
Leider langweilig und seltsam. Zwischen den beiden Hauptpersonen gab es nur in einer einzigen Szene Chemie (und da waren sie voll bekleidet. Die Familiengeschichte war einfach nur schräg. Und Eishockey nur Beiwerk. Hätte genauso gut ein Häkelclub sein können.
Top
Ein, zwei Storylines zu viel. Tolles Spiel mit den zwei Welten im Innen und Außen.
Ziemlich viele Zufälle, Szenen, die keinen Bezug zum Rest des Films haben (z.B. Date von Mira zu Beginn, Training mit den Männern usw.), zu wenig Einblicke in die Motivationen und die Persönlichkeit der Hauptfigur, die durch Gespräche oder ähnliches spätestens ab der Hälfte des Films hätte erreicht werden können. Für mich kein runder Film, der aber zumindest ohne Coming-Out und Drama darum ausgekommen ist.
Viele Erzählstränge die nicht richtig aufgearbeitet wurden. Aus meiner Sicht war es eine fragwürdige Darstellung des Alkoholkonsums (viel hilft viel um zu sich selbst zu finden und sich lockern zu können), die erst gegen Ende minimal gemildert wurde. Nach dem Einstieg mit den Date und den anderen Herausforderungen wurde die Liebesgeschichte eher zur Randerscheinung. Insgesamt wirkt der Film nicht rund.
Langweilig, zu lang
Münster-Premiere – präsentiert vom Café Classique

Norwegian Dream

Fr 3. November 2023 • 20:55 Uhr  | Tickets (Cineplex Website)

Ein mitreißender Coming-of-Age-Film vor der atemberaubenden Kulisse norwegischer Fjord-Landschaft

Robert ist erst 19 Jahre alt und will schon ein neues Leben beginnen. Dafür macht er sich auf den Weg nach Trøndheim, wo er einen Job in einer Fischfabrik ergattert hat. In Norwegen will er genug Geld verdienen, um die Schulden seiner Mutter begleichen zu können. Robert findet schnell Anschluss bei den anderen Polen im Team und verliebt sich in Ivar, den Adoptivsohn des Fabrikeigentümers. Doch während Ivar offen schwul ist, will Robert seine Gefühle lieber geheim halten – aus Angst vor der Reaktion seiner Landsleute. Ein Streik in der Fabrik zwingt Robert, sich zu entscheiden: zwischen dem Geld, das er so dringend braucht, und seiner Liebe zu Ivar.

»Regisseur Leiv Igor Devold erzählt eine zärtliche, queere Liebesgeschichte vor der atemberaubenden Kulisse der norwegischen Fjord-Landschaft. Norwegian Dream ist ein leiser Coming-of-Age-Film, der das Publikum berührt und mit den wichtigen Fragen des Lebens konfrontiert: Wer bin ich? Was erwarte ich von meinem Leben und was bin ich bereit dafür zu tun?« (Filmfest Emden)

Nineteen-year-old Robert seeks a fresh start in Trondheim, landing a job at a fish factory. Hoping to earn enough to settle his mother’s debts, he bonds with fellow Poles and falls for Ivar, the factory owner’s adopted son. While Ivar is openly gay, Robert hides his feelings, fearing his compatriots‘ reactions. A factory strike forces Robert to choose between much-needed money and his love for Ivar. Director Leiv Igor Devold unfolds a tender, queer love story against the stunning backdrop of Norwegian fjords in „Norwegian Dream.“ The subtle coming-of-age film touches audiences, posing essential life questions about identity, expectations, and sacrifices.

Norwegen/ Polen/ Deutschland 2023 · R: Leiv Igor Devold · Db: Justyna Bilik · Gjermund Gisvold · K: Patryk Kin • Mit: Hubert Miłkowski, Karl Bekele Steinland, Øyvind Brandtzæg u.a. · ab 12 J. · engl./poln./norw.OmU · 97‘ · Website vom deutschen Verleih Salzgeber

Der Appetit auf norwegischen Lachs ist vergangen
Nix Halbes und nix Ganzes, kein roter Faden, langatmig
Nett
Fantastischer Film, sehr berührend und wahnsinnig gut produziert.
Okay
Solide, aber ohne Überraschungen.
Eigentlich ein guter Film. Allerdings
war er für die Länge EINES Films zu vielschichtig, so dass alle Fasetten nur angerissen werden konnten
Der Film hat kaum Fahrt aufgenommen und wenn, wurde er sofort wieder ausgebremst, wodurch die Erzählung leider extrem offen bleibt. Insgesamt sehr farblos, wodurch die Geschichte unterstrichen wird, aber auch bei kleinen Highlights kommt wenig Lebendigkeit zum Ausdruck. Trotzdem beeindruckend und bewegend.
Künstlerisch und dramaturgisch sicherlich besser als meine 3er-Berwertung, die lediglich mein Gefallen am Film ausdrückt.
Münster-Premiere · präsentiert von T-I-MS e.V.

Mutt

Fr 3. November 2023 • 23:00 Uhr | Tickets (Cineplex Website)

24 Stunden im Leben eines jungen trans Mannes

An einem Sommertag in New York scheint für den jungen trans Latino Feña alles auf einmal zu passieren: Der Vater aus Chile sucht plötzlich Kontakt, sein heterosexueller Ex-Boyfriend John meldet sich wieder und dann steht auch noch seine 13-jährige Halbschwester Zoe vor der Tür. Doch seit Feñas Transition haben sich die Beziehungen zu allen dreien verändert. Er stellt sich die Frage, wieviel Nähe sich zu den Menschen seines alten Lebens richtig anfühlt.

Lío Mehiel, selbst non-binär, verkörpert Feñas vielschichtiges Dazwischen-Sein facettenreich und ausdrucksstark – und wurde für diese Leistung in Sundance mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet. Kaum ein Film vor MUTT hat die Komplexität des Alltags einer trans Person derart wahrhaftig gezeigt.

»Ich wollte einfach ein Wort nehmen, das normalerweise als negativ angesehen wird, und es als Rüstung verwenden. Ich denke, „mutt“ – Köter, Mischling – spricht auch über verschiedene Intersektionalitäten und das Dazwischen-Sein des trans Seins. Ich denke, dass viele Leute versuchen, trans Menschen in das eine oder andere Geschlecht zu zwingen.« (Vuk Lungulov-Klotz)

An eventful New York summer day unfolds for young trans Latino Feña: his Chilean father seeks contact, ex-boyfriend John reappears, and 13-year-old half-sister Zoe shows up. Since Feña’s transition, relationships with all three have changed, prompting him to question the right level of closeness to people from his past. Lío Mehiel, non-binary themselves, portrays Feña’s nuanced in-between existence with depth and expression, earning the Grand Jury Prize at Sundance for their performance. „MUTT“ authentically explores the complexities of a trans person’s everyday life.

USA 2023 · R & Db: Vuk Lungulov-Klotz · K: Matthew Pothier • Mit: Lío Mehiel, Cole Doman, MiMi Ryder, Alejandro Goic u.a. · engl./span.OmU · ab 16 J. · 87‘ · Website vom deutschen Verleih Salzgeber

Schön und ruhig
Der Film ist etwas behaftet mit Trans* Klischees, was leider bei vielen Film rund um das Thema der Fall ist.
Der Film besitzt ein paar Trans* Klischees, war aber sonst wirklich gut.
Tolle Filmidee, sehr gut mitfühlbar. Wirkt allerdings nach mehr als 24h.
Anstrengende 24 Stunden im Leben von Feña. Tolle schauspielende Person und in allen Aufarbeitungen der Beziehungen spannende Aspekte. Ich fand es faszinierend, wie unterschiedlich diese Aushandlungen waren und welche Themen dabei eine Rolle spielten. Es hätte ein kleines bisschen weniger schief gehen können…
Es war eine sehr gute Schauspielleistung der hauptdarstellenden Person. Ich fand es waren für 24 h ein bisschen zu viele Dramen. Die Aufarbeitung von der Geschwister- und der Vater- Kind Beziehung fand ich gut gelungen. Mit etwas weniger Drama hätte es neugierig auf die weitere Entwicklung von Fena gemacht.
Münster-Premiere

Out of Uganda

Sa 4. November 2023 • 13:30 Uhr | Tickets (Cineplex Website)

Vier Geflüchtete berichten von der
Homophobie in ihrem Herkunftsland

Erst vor wenigen Wochen hat das ugandische Parlament ein drakonisches Anti-Homosexuellen-Gesetz verabschiedet, das zu den härtesten in Afrika gehört. In diesem eindringlichen Dokumentarfilm kommen vier Geflüchtete zu Wort – zwei Schwule, eine Lesbe und eine trans Frau –, die in der Schweiz auf Asyl warten. Der Verbleib in ihrem Land, in dem politische und religiöse Unterdrückung und Diskriminierung herrschen, gefährdete ihr Leben. Ihre letzte Hoffnung ist: alles hinter sich zu lassen und ein langes und schmerzhaftes Exil zu erleben.

OUT OF UGANDA vermeidet die Sensationsmeldungen der Fernsehnachrichten und erzählt stattdessen behutsam, aber erschütternd die Geschichten seiner Protagonist*innen in deren eigenen Worten. In den eindrucksvollsten Sequenzen nehmen uns die Filmemacher mit nach Uganda, um die Familienmitglieder der Protagonist*innen zu treffen und aus erster Hand zu erfahren, welche Auswirkungen es hat, ein queeres Familienmitglied zu haben. Wir treffen auch Regierungs- und Kirchenvertreter, die den Hass schüren, und außerordentlich mutige Aktivist*innen, die für die Rechte der LGBTIQ-Gemeinschaft in Uganda kämpfen.

The recent draconian anti-homosexuality law in Uganda sets the stage for „OUT OF UGANDA,“ a compelling documentary featuring four refugees – two gay men, a lesbian, and a trans woman – seeking asylum in Switzerland. Fleeing political and religious persecution in their home country, their stories unfold in their own words. The film avoids sensationalism, providing a poignant look at the refugees‘ experiences, taking viewers to Uganda to meet their families and understand the impact of having a queer family member. It also sheds light on government and church figures fueling hate, contrasting with the bravery of activists fighting for LGBTIQ rights in Uganda.

Schweiz 2023 · R & Db: Rolanda Colla & Josef Burri · K: Ariel Salati, Patrick Betschart, Rolando Colla · franz./engl./dt.OmU · 65‘ · Website vom Weltvertrieb

Harter Tobak. Für die Bilder am Ende, hätte ich mir im Vorfeld eine Warnung gewünscht.
Hart und wichtig
Erschütternd! Nach diesem Film bin ich wieder extrem dankbar, daß ich hier geboren bin. Und die derzeitigen Debatten zum Thema „Migration“ sind beschämend.
Ließ einige offene Fragen
Wichtig, auf die Situation queerer Menschen und ihrer Familien in Uganda aufmerksam zu machen und auch die zermürbende Situation geflüchteter Menschen in der EU, beispielhaft in der Schweiz zu zeigen. Schonungslos und mir teils zu pathetisch erzählt. – Die brutalen Bilder der zusammengeschlagenen Shammy zum Filmende im Kontrast zur Pride in Zürich hätte es nicht gebraucht, um ein Bild der erlebten Gewalt zu vermitteln.
Wichtiger Film, bei dem mir ein bisschen die Einordnung fehlte, z.B. mit den Namen oder zuordnenden Bezeichnungen der interviewten Personen oder unterstützende Erklärungen über das Asylsystem der Schweiz. Ich fand es beeindruckend, einen solchen Film auch mit Szenen aus Uganda zu machen, die aber unkommentiert stehen blieben. Am Ende fand ich es verwirrend, den Film mit den Bildern von Shammy enden zu lassen, ohne auf diese noch mal einzugehen oder zu erzählen, ob es ihr wieder gut geht oder sie doch fliehen konnte.
Gut fand ich, dass in der Schweiz und Uganda gedreht wurde, schwierig fand ich hingegen herauszufinden ob und wie die Interviews zusammen hängen, es war zum Beispiel nicht deutlich, dass es sich bei der Familie die interviewt wurde um die von Philipp handelt, es wurde nicht erläutert was das „B“ Visum bedeutet. Insgesamt ein Film der bestürzt über die Situation in Uganda und das Ausnutzen von Glauben und Macht.
Münster-Premiere

Între revoluții

Sa 4. November 2023 • 15:00 Uhr | Tickets (Cineplex Website)

Zwei Frauen getrennt durch zwei Revolutionen

In den 1970er Jahren studiert die Iranerin Zahra Medizin an der Universität Bukarest. Dort lernt sie ihre Kommilitonin Maria kennen. Beide entwickeln eine tiefe Freundschaft voll gegenseitiger Bewunderung. Als 1979 die iranische Revolution den Schah stürzt, geht Zahra zurück in ihr Land, auf politischen Wandel hoffend. Enttäuschungen lassen nicht lange auf sich warten. Trotzdem kommt sie nie wieder nach Rumänien. Aber sie und Maria schreiben sich jahrzehntelang Briefe. Darin berichten sie von Protesten und allgemeinen Unruhen in beiden Ländern, von der Unterdrückung der Frau und wie diese sie betrifft. Auch Rumänien erlebt 1989 seine Umwälzung.

In ihrem Film verwenden Lavinia Braniște und Vlad Petri ausschließlich atemberaubendes, gekonnt montiertes Archivmaterial aus dem Iran und Rumänien.

Die Korrespondenz aus dem Archiv des rumänischen Geheimdienstes Securitate zeigt zwei Frauen, durch zwei Revolutionen getrennt, damit ringen, gesellschaftlichen Normen zu entsprechen. Die Briefe sind echt, die Zusammenstellung fiktiv.

Wir können den Film nun doch mit deutschen Untertiteln zeigen!

In the 1970s, Iranian Zahra studies medicine at the University of Bucharest, forming a deep friendship with fellow student Maria. The 1979 Iranian Revolution disappoints Zahra’s hopes for political change, leading her to return home. Despite never revisiting Romania, Zahra and Maria exchange letters for decades. The film utilizes stunning archival footage from Iran and Romania. The genuine letters, juxtaposed fictionally, reveal two women navigating societal norms, separated by two revolutions, discussing protests, unrest, and the oppression of women in both countries.

Rumänien/Kroatien/Katar/Iran 2023 · R: Vlad Petri, Db: Lavinia Braniște, Vlad Petri · rumän./farsi.OmU · 68‘
· Website vom Weltvertrieb

Wunderschön
Bedrückend.
Sehr poetisch
Vielschichtig, liebevoll und am Ende doch so schrecklich gegenwärtig und aufrüttelnd geschrieben und collagiert. Sehr wertvolle Archivarbeit, die bei mir Neugierde weckt, mehr über die Geschichte zu erfahren und tiefergehend über die Möglichkeit gelingender Revolution(en) nachzudenken.
Tolle Technik mit dem Archivmaterial, bei dem ich gerne gewusst hätte, ob manchmal etwas aus dem Inhalt der Briefe auch in den Aufnahmen gezeigt wurde (z.B. Zahras Vater). Tolle Verarbeitung der Briefe und Darstellung der Revolutionen in beiden Ländern. Beeindruckender Film!
Ich fand es einen spannenden zeitgeschichtlichen Beitrag und war erstaunt wie explizit die Zuneigung geäußert wurde obwohl die Briefe gelesen wurden. Interessante hätte ich gefunden woher man die Briefe hatte und ob die Aufnahmen der Revolution Zarahs Vater zeigten oder ob „einfach“ Aufnahmen aus der Zeit waren.
Münster-Premiere

Mama Bears

Sa 4. November 2023 • 16:40 Uhr | Tickets (Cineplex Website)

Mütter gehen für ihre LGBTIQ-Kinder
auf die Straße

Sie werden zu „Bärinnen“ und Aktivistinnen der Queer Community, obwohl sie evangelikalen christlichen Gemeinden angehören, sie setzen sich für ihre trans-lesbisch-schwulen Kinder ein und protestieren öffentlich, wenn etwa aufgrund eines Gesetzes der Zugang zur Mädchentoilette einem Kind verwehrt wird.

Wir begegnen in dieser Dokumentation zwei „Mama Bears“, Sara Cunningham und Kimberley Shappley, die zu leidenschaftlichen Fürsprecherinnen werden – und Tammi Terrell Morris, einer jungen Lesbe, für die der Kampf der „Mamabären“ für Akzeptanz wichtig ist. Weil sie ihre Kinder lieben, sie schützen und unterstützen wollen, riskieren die Aktivistinnen, ihre Familie, Freund*innen und Glaubensgemeinschaften zu verlieren und lassen es zu, dass sich ihr Leben komplett verändert. Die Bärinnen geben sich gegenseitig Halt, Rat und Unterstützung, haben sich in Ortsgruppen in fast allen Regionen der USA zusammengefunden und marschieren auf Pride-Paraden mit.

»… ein Film voller Power, Menschlichkeit und Herz …« (The Advocate)

„Mama Bears“ in evangelical churches become passionate activists for their queer children. Sara Cunningham and Kimberley Shappley advocate vehemently, risking loss of family and community. With mutual support, they form local groups and proudly march in Pride parades.

USA 2022 · R & Db: Daresha Kyi · K: Amy Bench • Mit: Sara Cunningham, Kimberly Shappley, Parker Cunningham, Kai Shappley u.a. · engl.OmU · 90‘

Tolle Frauen die viel mehr Anerkennung als einen Film verdienen. Und was für eine Intuition, diese tollen Frauen zu begleiten, als es noch wenige waren und dadurch das Wachstum mit verfolgen zu können.
Sehr berührend und empowernd diese Familien, also vor allem die engagierten Mütter, kennenzulernen. Macht Mut, dass Menschen ihre Einstellungen verändern können. Zum Glück wurden die „Papa Bears“ am Ende noch kurz angeteasert, die kamen im Film nur nebenbei vor. <3
Unfassbar berührend und stark. Ich wünschte meine Eltern würden diesen Film sehen und Anfang auch zu hinterfragen was für sie genau Liebe und Menschlichkeit bedeutet.
Wow, herzerwärmend, kämpferisch, Mut und Hoffnung gebend. Absolut toller Film!
Es war total spannend die Entwicklung von Esthers Mutter erzählt zu bekommen und zu sehen wie reflektiert ein kleines Kind ist. Die Gruppe hat wundervolle Aktionen, die sehr bewegen und deutlich machen wie Eltern sich verhalten sollten. Eine wichtige Gruppe und für mich der schönste Film der Queerstreifen.
Münster-Premiere – präsentiert von androGym e.V.

Punch

Sa 4. November 2023 • 18:40 Uhr | Tickets (Cineplex Website)

Schwules Wunderkind im Boxring

Ein Küstenstädtchen in Neuseeland. Der 17-jährige Jim ist das Wunderkind im Boxring – der nächste Sieg könnte ihn zum Profi machen. Sein Vater Stan, der ihn streng trainiert, selbst aber ein Alkoholproblem hat, setzt große Hoffnungen in ihn. Doch Jim hat keinen Kopf mehr für Karriere – die Begegnung mit dem offen schwulen Whetu lässt ihn nicht los. Der Maori ist Lebenskünstler – er wohnt mit seinem Hund in einer Hütte am Strand und träumt davon, Musiker zu werden. Als sich zwischen den beiden Jungs eine Romanze anbahnt, gerät Jim zwischen die Fronten …

Neben Hollywood-Star Tim Roth als Vater Stan glänzen die Nachwuchstalente Jordan Oosterhof und Conan Hayes als junge Männer, die sich gegen die in Neuseeland durchaus noch verbreitete Homophobie behaupten müssen. Aus einem Vater-Sohn-Plot im ruppigen Boxmilieu entwickelte Regisseur Welby Ings eine anrührende Liebesgeschichte. Ings steckte in seinen Debütfilm 14 Jahre Entwicklungsarbeit und verarbeitete zahlreiche autobiografische und familiäre Ereignisse.

A coastal town in New Zealand. 17-year-old Jim is the prodigy in the boxing ring – the next victory could make him a professional. His father Stan, who trains him strictly but has a drinking problem himself, has high hopes for him. But Jim has no more head for career – the encounter with the openly gay Whetu does not let him go. The Maori is a bon vivant – he lives with his dog in a hut on the beach and dreams of becoming a musician. When a romance starts between the two boys, Jim gets caught between the fronts …

Neuseeland 2022 · R & Db: Welby Ings · K: Matt Henley • Mit: Jordan Oosterhof, Conan Hayes, Tim Roth, David Long u.a. · ab 16 J. · engl.OmU · 98‘ · Website vom deutschen Verleih Salzgeber

Das Gegenstück zu „Breaking the Ice“. Eine emotional heftige Geschichte. Und eine emotional anrührende Geschichte. Und der Sport war zentrales Thema des Sportfilm. Gute schauspielerische Leistung (Yeah, Tim Roth!). Leichte Abzüge in der B-Note bei Tempo, Kamera und Schnitt, darum leider nur 2+
Toller Schauspieler
Hat die Machtunterschiede in vielen Rollen sehr gut dargestellt….hat berührt
Guter Film, sehr angenehm anzuschauen und zu verfolgen.
Die unterschiedichen Lenenswelten sind gut dargestellt, wobei der Sprachgebrauch der „Boxerseite“ extrem massiv und vulgär war.
Münster-Premiere

Polarized

Sa 4. November 2023 • 20:50 Uhr | Tickets (Cineplex Website)

Der stark gespielte Film befasst sich mit
Fragen zu Race, Sexualität und Religion

Nachdem die Farm ihrer Familie zwangsversteigert wurde, findet Lisa, eine aufstrebende Songwriterin, Arbeit auf einer modernen, technologisch voll ausgestatteten Farm einer palästinensischen Familie. Immer wieder gerät sie jedoch mit ihrer neuen Chefin Dalia aneinander. Als die weiße Landarbeiterin wegen ihrer rassistischen Äußerungen von ihrer palästinensischen Chefin entlassen wird, ist das Letzte, was sie erwartet, dass sie sich in sie verliebt. Es entwickelt sich eine komplizierte Liebesgeschichte, denn Dalia will ihre Jugendliebe heiraten, während Lisa sowohl mit dem bevorstehenden Tod ihres Vaters als auch mit der zutiefst konservativen Haltung ihrer Familie zu kämpfen hat.

Inspiriert von ihrer eigenen Geschichte zeigt Shamim Sarif in ihrem wunderschön inszenierten und kraftvoll gespielten Film, dass selbst die verschlafensten und unschuldigsten Städte voller Rassismus und Intoleranz sein können und dass es aber eine Freiheit gibt, die nur die eigene Authentizität bringen kann.

Wir können den Film nun doch mit deutschen Untertiteln zeigen!

After her family’s farm is forcibly auctioned, aspiring songwriter Lisa takes a job on a technologically advanced farm owned by a Palestinian family. Struggles with her boss, Dalia, ensue, and Lisa’s dismissal for racist remarks leads to an unexpected romance. Dalia plans to marry her childhood love, while Lisa grapples with her father’s impending death and her family’s conservative beliefs.

Inspired by her own experiences, Shamim Sarif’s beautifully crafted and powerfully performed film illustrates that even seemingly quiet and innocent towns can be filled with racism and intolerance. It emphasizes the freedom that comes from living authentically, challenging societal norms.

Großbritannien 2023 · R, Db: Shamim Sarif · K: Greg Nicod • Mit: Holly Deveaux, Baraka Rahmani, Tara Samuel, Paul Essiembre, Adam Hurtig u.a. · engl.OmU · 104‘

Kurzweilig, angenehm zu schauen. Plot allerdings flach, wenig Charaktertiefe.
Schöner, dramatischer Film, mit vielen berührenden Momenten. Jedoch etwas “flach”, es werden einige Klischees bedient und die Charaktere hätten etwas besser ausgearbeitet sein können.
Die Gleichzeitigkeit von konservativen Machos christlicher und muslimischer Couleur und der jungen, nach Selbstbestimmung strebenden Frauen war beeindruckend!
Toller Film!
Frau Boss und Frau Arbeiterin reiten (ach nee, gehen) in den Sonnenuntergang
Berührende Geschichte
Gute Story, mal etwas anders erzählt. Auch die erstaunlicherweise doch sehr großen Ähnlichkeiten des Patriarchats im Trump Wähler Bible Belt zu dem der Araber war sehr lustig. Schön war, dass es kein Drama mit schrecklichem Ende war, sondern Happy End und dass auf Gewalt Szenen und Sex Szenen verzichtet wurde. Die Erotik wurde nur angedeutet.
Super Chemie zwischen den beiden Hauptrollen, religiöses Thema aber gefühlt etwas zu dick aufgetragen
Der Film wirkte leider etwas steif und konstruiert.
Schöner Film, aber inhaltlich hätten nicht nur die unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten an sich, sondern auch das Aufeinanderstoßen beider Welten noch mehr Potenzial geboten. Insgesamt etwas seicht.
Gute DarstellerInnen
Nette lesbische Schnulze zum zwischendurch schauen, die aber auch die Probleme eines nicht-normativen Lebens in einem kleinen Städtchen im Bible Belt der USA nicht unerwähnt lässt. Beide leben am Schluss – Happy End.
Die kulturellen Unterschiede und familiären Strukturen wurden sehr realistisch dargestellt. Eine gelungene Schnulze die mich ein wenig an die Pilcher Filme erinnert.
Münster-Premiere

Drifter

Sa 4. November 2023 • 23:00 Uhr | Tickets (Cineplex Website)

Auf der Suche nach sich selbst streift Moritz durch die queere Subkultur Berlins

Moritz ist 22 Jahre alt, verliebt und gerade erst zu seinem Freund Jonas nach Berlin gezogen. Doch die eben noch so idyllische Beziehung bricht schneller zusammen als gedacht: Jonas fühlt sich eingeengt und Moritz ist plötzlich allein in der großen Stadt. Sein erster Gang führt ins Fitnessstudio und von dort immer weiter in die schwule Szene Berlins.

Nach und nach ändern sich die Mode, die Freund*innen und die Drogen. Sein Leben verlagert sich immer mehr in die Nacht. Er beginnt, bisher unterdrückte Sehnsüchte auszuleben. Körper- und Männlichkeitsbilder werden immer wieder verhandelt, sexuelle Konstellationen und Identitäten ändern sich und Unsicherheiten gehen im Rausch der nächsten Begegnung verloren.

Erst durch den neuen Zirkel queerer Freunde beginnt Moritz langsam, seine eigenen Vorstellungen von Sexualität und Männlichkeit zu formen, die ihn auf dem Pfad der Selbstfindung schließlich ein Stück weiter bringen.

At 22, Moritz moves to Berlin for love but faces a quick collapse of his idyllic relationship. Alone in the big city, he explores fitness studios and the gay scene. Changing fashion, friends, and drugs, his life shifts into the night. Moritz begins to embrace suppressed desires, navigating evolving body and masculinity ideals. In the realm of queer friends, he starts shaping his own notions of sexuality and masculinity, progressing on the path of self-discovery.

Deutschland 2022 · R: Hannes Hirsch, Db: Hannes Hirsch, River Matzke, K: Eli Börnicke • Mit: Lorenz Hochhuth, Cino Djavid, Gustav Schmidt, Oscar Hoppe, Marie Tragousti u.a. · ab 18 J. · 79‘ · Website vom deutschen Verleih Salzgeber

Keine Macht den Drogen!
Angekündigt als potenzieller „Kultfilm“ hat mich dieser Film ziemlich enttäuscht.

Moritz (22?!?) kommt nach Berlin und zieht mit seinem Freund zusammen, ohne sonst einen Plan zu haben (Vielleicht ein Studium in Kunstgeschichte im nächsten Jahr anfangen?). Er wird ziemlich schnell mit dem abstrusen Drogenkonsum der „Szene“ konfrontiert, will aber eigentlich doch nur mit seinem Freund zusammen sein. Dieser findet ihn relativ schnell langweilig und schmeißt Moritz raus.
Auf der Suche nach Anschluss (aber anscheinend keinem eigenen Ziel oder auch nur eigener Wohnung) trifft Moritz verschiedene Gestalten, die aber meist primär auf Sex reduziert werden und durchweg seltsame Entscheidungen treffen (z.B. der 36-jährige Noah, der Moritz sofort den Schlüssel zu der Wohnung gibt, in der er mit einer Freundin eine 6-jährige aufzieht). Ohne wirklichen Übergang geht Moritz von 0 auf 100. Haare ab, drölf Tattoos, ja zu allen Drogen, Geld für Sex, jegliche eigene Grenzen bzgl. Sex fallen sehr schnell.
Party reiht sich an Party, Exzess an Exzess. Mehrere Szenen deuten Möglichkeiten zur Katharsis oder kompletten Absturz (Ex kommt zurück, Freund kollabiert im Drogenrausch etc.), aber es geht einfach immer weiter. „Speed, dann Ketamin?“, eine letzte Party und Ende. Soll das eine Darstellung der Oberflächlichkeit der „Szene“ in Berlin sein? Was ist die Intention? Ich weiß es nicht und möchte jetzt eigentlich auch keinen Gedanken mehr an den Film verschwenden.
Die Tonqualität im Film ist schlecht
Schöner Film, aber das Ende unvermittelt ohne Aussage
50 Jahre später

Zärtlichkeit und Rebellion – Zur Situation der homosexuellen Frau

So 5. November 2023 • 10:45 Uhr | Tickets (Cineplex Website)

Zum Jubiläum „50 Jahre Lesbenbewegung in Münster“ der ZDF-Fernsehfilm

Lesben erzählen vor der Kamera von ihren Beziehungen, ihren politisch-feministischen Ansprüchen sowie ihren Erfahrungen mit Reaktionen und Sanktionen ihrer gesellschaftlichen Umwelt. Es ist die erste im deutschen Fernsehen gezeigte Dokumentation, die ausschließlich weibliche Homosexualität thematisiert. Gedreht wurde sie unter anderem auf dem Pfingsttreffen der Frauengruppe der Homosexuellen Aktion Westberlin (HAW). Diese Gruppe übte aber auch Kritik an dem Film. Lesbische Frauen seien einseitig dargestellt und wichtige Szenen herausgeschnitten worden.

Der Film, in dem auch eine kurze Sequenz der HFM-Gruppe in Münster zu sehen ist, wurde in den Medien breit diskutiert. „Über weibliche Homosexualität ging man bislang schweigend oder hinter vorgehaltener Hand grinsend hinweg“, schrieb etwa Die Zeit.

Mit einer Einführung von Dr. Julia Paulus, Historikerin mit dem Schwerpunkt Geschlechtergeschichte und Mitinitiatorin der Ausstellung Queer Münster.

In this groundbreaking documentary, lesbians openly share their relationships, feminist-political aspirations, and encounters with societal reactions. Filmed, including at the Homosexuelle Aktion Westberlin’s (HAW) women’s group Pfingsttreffen, it sparked discussions by shedding light on female homosexuality, a topic often overlooked. Criticized for potential bias, it marked a significant step in challenging the silence around lesbian experiences. The film includes a brief sequence featuring the HFM group in Münster. Dr. Julia Paulus, a gender history historian and co-initiator of the Queer Münster exhibition, provides an introduction.

D 1973 · R & Db: Eva Müthel · 45‘ · Rechte bei ZDF Rechtemanagement und Zentraleinkauf

Als Zeitzeugnis spannend, danke fürs Zeigen. Aber ich bin sehr froh, dass wir mit unseren Erkenntnissen über Homosexualität heute weiter sind als die befragten Personen im Film.
Ich fand es wichtig, dass der Film gezeigt wurde, bin aber insgesamt froh, dass sich die Ansicht der Lesben und der Gesellschaft weiter entwickelt haben. Manche Aussagen der interviewten Frauen fand ich etwas fragwürdig z.bsp. die Aussage zum Mutterkomplex oder die aggressive Art der einen Frau die darauf auch noch stolz zu sein schien.
Kurze für Kurze

Alle sind anders 2023

So 5. November 2023 • 11:00 Uhr | Tickets (Cineplex Website)

Kurze Filme für Menschen von 7 bis 101 Jahren

Auch in diesem Jahr thematisieren die Kurzfilme die Einzigartigkeit der Menschen.
Es geht darum, trotz, aber auch wegen seiner ganz eigenen Art akzeptiert zu werden, zu sich zu stehen und selbstbewusst zu sein.

Wie immer eröffnet das Zebra das Programm. Filme verschiedener Längen und Genres erzählen von der Einzigartigkeit der unterschiedlichen Menschen, von deren Lebensweisen, aber auch den Problemen, die andere damit haben. Es geht um Respekt und um den Kampf, Respekt zu erhalten.

Kurze Spielfilme, Dokumentationen und Animationen erzählen Geschichten über ihre einzigartigen Filmfiguren. Die Filme handeln von Familie, Liebe, Stolz und Selbstbewusstsein, von eigener Identität, Anerkennung und gegenseitiger Unterstützung.

Geeignet sind die Filme im Programm für Kinder ab 7 Jahren und – wie immer – auch für Erwachsene. Kuratiert und moderiert wird das Programm wieder von Jens Schneiderheinze.

This year, too, the short films focus on the uniqueness of people. The theme revolves around being accepted despite, and even because of, one’s distinctive nature—to embrace and be confident in one’s own identity. The program, as always, kicks off with the Zebra. Films of various lengths and genres tell stories about the uniqueness of individuals, their lifestyles, and the challenges others may face. It delves into themes of respect and the struggle to earn it. Short feature films, documentaries, and animations narrate stories about their unique characters, exploring aspects of family, love, pride, self-confidence, personal identity, recognition, and mutual support. The films in the program are suitable for children aged 7 and above, as well as adults. The program is curated and moderated by Jens Schneiderheinze.

empf. ab 7 J. · inklusive Moderation ungefähr 70‘

Gute Zusammenstellung
Sympathische Einführung, abwechslungsreich zusammengestellte Kurzfilme aus verschiedenen kulturellen Kontexten, von eindringlich bis lustig, deftig, fantastisch. Vielen Dank!
Es wäre super sinnvoll, die Kurzfilme zukünftig einzeln zu bewerten, statt im Block. Es gab tolle und zugleich auch schreckliche Filme. Da fällt es mir super schwer eine zentrale Note dafür zu geben.
der letzte Beitrag (Animation) war sehr kindgerecht
Münster-Premiere – präsentiert von Livas e.V.

In Her Words: 20th Century Lesbian Fiction

So 5. November 2023 • 12:45 Uhr | Tickets (Cineplex Website)

70 Jahre Lesbenliteratur

Der Dokumentarfilm zeigt die Geschichte lesbischer Belletristik des anglo-amerikanischen Raums von den 1920er bis 1990er Jahren. Wir begeben uns auf eine Zeitreise von „The Well of Loneliness“ von 1928 bis zu Büchern in den 90er Jahren, die ein Happy End haben. Viele bekannte Autorinnen werden interviewt, unter anderen Rita Mae Brown, Katherine V. Forrest, Sarah Waters und Claire McNab, ergänzt durch eine beeindruckende Fotosammlung. Dabei erfahren wir, wie die Weltereignisse ihre Arbeitsbedingungen und Geschichten geprägt haben.

Die Historikerin Lillian Faderman bringt uns nahe, welchen bedeutenden Einfluss wichtige Autorinnen und ihre Werke auf das Genre und die Gesellschaft im Allgemeinen hatten.

»Voller faszinierender Anekdoten und Erinnerungen ist IN HER WORDS ein beeindruckendes Archiv lesbischer Literaturgeschichte.« (Freiburger Lesbenfilmtage)

The documentary explores the history of lesbian fiction in the Anglo-American context from the 1920s to the 1990s. Taking a journey from „The Well of Loneliness“ in 1928 to 90s books with happy endings, it features interviews with renowned authors such as Rita Mae Brown, Katherine V. Forrest, Sarah Waters, and Claire McNab, complemented by an impressive photo collection. The film delves into how world events shaped the working conditions and narratives of these authors. Historian Lillian Faderman emphasizes the significant impact of key authors and their works on the genre and society at large, creating a captivating archive of lesbian literary history.

USA 2022 · R: Lisa Marie Evans, Marianne K. Martin · K: Lisa Marie Evans · engl.OmU · 100‘

Wunderbare Doku über so wichtige Bücher
Sehr schön aber mich hätte noch die heutige Perspektive von lesbischen AutorInnen interessiert.
Wow, meine To-Read-Liste ist ziemlich angewachsen, weil ich soviel neues gehört habe! Tolle Aufarbeitung der lesbischen Literatur des 20. Jahrhunderts und wunderbare Autorinnen.
Ich fand den Film großartig, auch wenn er meine Bücherliste länger werden lässt. Die Autorinnen zeigten spannend wie sie zum Schreiben gekommen sind und welche Literatur sie inspiriert hat. Es war toll so viele Autorinnen von denen man selbst nur Werke liest in einem Film zu erleben.
Interessant, eine Auswahl, es hätte noch vieles gegeben, was mich interessiert hätte. Kämpferinnen
Kurzfilme

Best of 34th Hamburg International Queer Film Festival

So 5. November 2023 • 14:55 Uhr · Katja Briesemeister ist anwesend | Tickets (Cineplex Website)

Kurzfilme satt: Das Beste von der Elbe

In jedem Jahr öffnen die Queerstreifen eine große bunte Wundertüte mit den besten Kurzfilmen des Hamburg International Queer Film Festival. Welche Filme das sind, entscheidet sich erst kurz vor Festivalbeginn. Aber eine Qualitätsgarantie können wir ohne Bedenken aussprechen, denn die Auswahl trifft das Hamburger Publikum – und das hat seit 30 Jahren einen erlesenen Geschmack. 15.000 Gäste lockt das Festival Jahr für Jahr im Oktober in den Norden.

In diesem Jahr präsentiert die Hamburger Kuratorin Katja Briesemeister das Programm persönlich!

Wir zeigen:

FLORES DEL OTRO PATIO/ FLOWERS FROM ANOTHER GARDEN
Mit extravaganten performativen Aktionen prangern queere Aktivist*innen im Norden Kolumbiens die katastrophale Ausbeutung durch die größte Kohlemine des Landes an.
With extravagant performative actions, queer activists in northern Colombia denounce the catastrophic exploitation by the country’s largest coal mine.
Jorge Cadena, Kolumbien/Schweiz/Kanada 2022, 16’, spanische Originalfassung mit englischen Untertiteln

MARS
Charlie findet die Trans*-Jugendgruppe zum Kotzen und träumt davon, über den Pief der Heimatstadt Blackpool hinauszuwachsen.
Charlie thinks the trans* youth group sucks and dreams of growing beyond the pief of his hometown of Blackpool.
Abel Rubinstein, UK 2022, 21’, englische Originalfassung mit englischen Untertiteln

MANTING 
Nach der Beerdigung eines Schulkameraden trifft Manting, eine gestandene Frau Anfang 60, ihre Jugendliebe wieder. Gemeinsam streifen die beiden Ladies weiter durch die nächtliche Stadt.
After the funeral of a schoolmate, Manting, a mature woman in her early 60s, meets her former lover again. Together, the two ladies continue to roam the city at night.
Shuyao Chen, China/USA 2023, 16’, Originalfassung Mandarin mit englischen Untertiteln

PIPES
Bob, der Klempner, soll einen Rohrbruch reparieren und landet zu seiner Überraschung in einem schwulen Fetischclub.
Bob the plumber is hired to fix a broken pipe and, to his surprise, ends up in a gay fetish club.
Jessica Meier, Kilian Feusi, Sujanth Ravichandran, Schweiz 2022, 4’, ohne Dialog

BUTCH UP
Mi-hae wurde gerade gleich zweimal abserviert, zuerst von ihrer Freundin und dann auch noch von ihrer Band. Und nu?
Mi-hae has just been dumped twice, at first by her girlfriend and then also by her band. And now?
Yu-jin Lee, Republik Korea 2023, 12’, koreanische Originalfassung mit englischen Untertiteln 

TROY
Eine leicht düstere, erfrischende Komödie über Nachbarschaft und die Art und Weise, wie unsere Existenz mitunter unfreiwillig mit dem Leben Fremder verwoben wird.
A slightly dark, refreshing comedy about neighborliness and the way our existence becomes intertwined with the lives of strangers, sometimes involuntarily.
Mike Donahue, USA 2022, 16’, englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Every year, Queerstreifen presents a diverse selection of the best short films from the Hamburg International Queer Film Festival. The film lineup is revealed just before the festival, but quality is guaranteed as it reflects the refined taste of the Hamburg audience. Drawing 15,000 guests annually in October, the festival offers a variety of films, from highly professional to experimental. The Hamburger Short Film Award, URSULA, originally „Our most charming gay and lesbian amateur film,“ now encompasses a broad range of films. Mini-dramas, mini-comedies, conventional and experimental works all find a place in this selection. Everyone is invited to discover the URSULA winners of 2023, presented personally by Hamburg curator Katja Briesemeister!

gesamt ca. 90‘

Ursulas waren alle super! Bei zwei Filmen ging aber der Handlungsstrang etwas ‚verloren‘ – teilweise hat man den Film nicht verstanden.
Ursulas alle supi!
Mankin, The Voyages of … und Butch up gefielen mir am besten!
Bei Kurzfilmen ist es ja immer so – das eine Wundertüte geöffnet wird. Die beiden asiatischen Filme hätten aber getrost drin bleiben können (in der Tüte) – keine Kritik an asiatischen Filmen an sich sondern nur an diesen beiden Filmen.
Schöne und abwechslungsreiche Kurzfilm-Wundertüte. Danke an die Hamburger Festival-Crew!!!
War leider so gar nicht mein Fall. Zu Hamburg-isch? 😀
Bis auf den ersten allesamt großartig; besonders der Chinafilm, der Trickfilm und der letzte Beitrag.
Schöne und vielseitige Auswahl an Filmen. Danke!
Spannende Zusammenstellung, die sowohl zum Nachdenken als auch zum Schmunzeln anregt.
Eine sehr schöne Auswahl unterschiedlichster Kurzfilme, die zum Lachen, Träumen und Nachdenken anregen. Der Gewinnerfilm „Troy“ ist super gewählt und entlässt ein inspiriertes Publikum mit einem Schmunzeln in den Abend. Danke an alle Mitwirkenden!
super, Kurzfilme sind einfach prima
Abschlussfilm – präsentiert vom KCM Schwulenzentrum Münster e.V.

Chrissy Judy

So 5. November 2023 • 19:10 Uhr | Tickets (Cineplex Website)

Wenn der beste Freund die Biege macht

Judy (Todd Flaherty) und Chrissy (Wyatt Fenner) sind beste Freunde und leben ihren Traum eines glamourösen Travestie-Duos in New York. Doch ihr Alltag gestaltet sich zunehmend prekär und chaotisch. Als die ominöse 30 vorbeizieht, tritt Chrissy auf die Bremse – und verschwindet zu seinem betuchten Boyfriend in die Provinz. Judy ist am Boden zerstört – doch als Kämpfer und Freigeist ist er keineswegs bereit, seine Karrierepläne in Richtung ikonische Dragqueen aufzugeben …

Der schwule Regisseur Todd Flaherty liefert mit CHRISSY JUDY viele Premieren ab: Bei seinem Erstlingsfilm übernahm er neben der Regie auch Drehbuch, Schnitt und Produktion sowie die Hauptrolle der Judy. Dafür warf er sich erstmals in Drag – und zwar so überzeugend, als hätte er es jahrelang studiert. Sein Bruder Brendan sorgte als Kameramann für zauberhaft poetische Schwarzweißbilder. „Was passiert, wenn Dein bester Freund die Biege macht?“ Die melancholische Komödie CHRISSY JUDY liefert jede Menge Antworten auf diese Frage – mit zynischen Bonmots, aber auch mit tiefgründigen Lebensweisheiten.

In CHRISSY JUDY, Judy and Chrissy, a dynamic drag duo in New York, face the challenges of life as their friendship takes unexpected turns. When Chrissy decides to embrace a quieter life, Judy refuses to abandon his dreams of becoming an iconic drag queen. Directed by Todd Flaherty, who also stars as Judy, the film is a poignant comedy exploring friendship, identity, and the resilience needed to pursue one’s aspirations, featuring captivating black-and-white cinematography by his brother, Brendan. The film offers a blend of cynical wit and profound insights into the complexities of relationships.

USA 2022 · R & Db: Todd Flaherty · K: Brendan Flaherty • Mit: Todd Flaherty, Wyatt Fenner, Joey Taranto, Kiyon Spencer, João Santos, James Tison u.a. · engl.OmU · 96‘

Mir fehlte die inhaltliche Handlung.
Schöner, würdiger Abschlussfilm für die Queerstreifen. Ich mochte die Darstellung des Ablösungsprozesses, aber auch, dass Chrissy und Judy am Ende jeweils einen eigenen Weg gefunden haben ohne sich komplett zu entfremden.
Ein toller Abschlussfilm. Die Geschichte war wirklich schön erzählt, die Entwicklung von Judy mitzuerleben war spannend, die Darstellung in schwarz/weiß verlieh dem Film noch ein bisschen mehr Melancholie.


Save the date: Die 26. Queerstreifen finden vom 7. bis zum 10. November 2024 statt.

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Nachdem das Heft gedruckt wurde, gibt es folgende Änderung(en):

„Între revoluții“ hat deutsche, statt englische Untertitel!

„Polarized“ läuft nun statt in der OF mit deutschen Untertiteln!

Das Queerstreifen 2023 Programmheft zum Download
Es liegt im Cinema und anderen Stellen aus

Das Programm der 25. Queerstreifen als Trailer

Auch in diesem Jahr …

… gelten die Neuerungen, die wir zu Corona eingeführt hatten: :

  • Alle Vorstellungen sind mit Platzkarten (festen Plätze).
  • Bei vollem Foyer müsst Ihr den Saal über den Notausgang verlassen.
  • Es wird keine analogen Abstimmzettel („Filmbewertungen“) mehr geben – die Abstimmung läuft digital.

Eintrittspreise

· Vorverkauf bis Mi 1. Nov.: 6,50 €
· ab Do 2. Nov.: 8,00 €
· »Alle sind anders«: 5,00 €

· 5er-Karte (5,50 €/Karte): 27,50 €
· Dauerkarte* (4,00 €/Karte): 72,00 €

#IchBinArmutsbetroffen kostenloses Ticket² für armutsbetroffene Menschen mit Münster-Pass (²kann nur persönlich direkt an der Kinokasse abgeholt werden – solange Vorrat reicht)

Reservierungen können nur zu dem gerade gültigen Eintrittspreis abgeholt werden.

Der Verkauf der Tickets läuft über das Cinema (siehe unten). Bei Problemen mit den Tickets helfen die Euch gerne weiter.

*Leider können die Dauerkarten weder online bestellt noch eingelöst werden.

Ort

CINEMA & Kurbelkiste
Warendorfer Str. 45
48145 Münster
Tel. 0251 30300
www.cinema-muenster.de

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